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Auktion: 147, Kunstauktion und Buchauktion: Porzellan

1688-    1

Los 50

Becher, Meissen, um 1735 Porzellan, in polychromen Aufglasurfarben bemalt. Konsche Wandung mit kleinteilig godroniertem, vergoldetem Fuß. Lippenrand vergoldet, außen und Innen Goldspitzenbordüre. Umlaufend Landschaft mit Kauffahrteiszenen in der Art Christian Friedrich Herold. Mehrere Haarrisse restauriert. Am Lippenrand min. Chip, in Gold retuschiert. Am Standring Ausbesserung. Schwertermarke, Goldziffer "4". H. 9 cm

1688- 1

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2.200 €
1688-    2

Los 51

Frühes Kaffee-/ Teeservice mit Hausmalerdekor, Meissen, um 1721, Dekor um 1740-50 13 Teile, bestehend aus Teekanne, Kaffeekännchen, Zuckerdose und 5 Koppchen mit Unterschalen. Porzellan, unterglasurblaues Dekor Fels und Vogel mit Indianischen Blumen, Überdekor in Gold und Hausmalerdekor Chinoiserie, Architektur, Früchte und Tiere in polychromen Aufglasurfarben. Kännchen ohne Deckel. Teekanne restauriert, Zuckerdose überretuschierter Haarriss. Schwertermarke , zumeist im blauen Doppelring, Blaumalerzeichen "R.", "E", Formerzeichen "x" (Kännchen). H. (Teekanne) 15 cm, D. (Zuckerdose) 10,5 cm, H. (Kännchen) 12 cm, H. (Koppchen) 4 cm, D. (Unterschalen) 12 cm Das angebotene Service aus der Frühzeit der Meissener Manufaktur stellt aufgrund der Vielzahl der Teile und deren guter Erhaltung eine absolute Seltenheit dar. Während der unterglasurblaue Dekor sicher in Manufakturarbeit gemalt wurde, wurde die Überdekoration in Gold und die fantasievolle polychrome Bemalung vermutlich später durch eine manufakturferne Hausmalerwerkstatt hinzugefügt. Die beiden Kannen greifen die damals schon im Abklingen begriffene Motivik der Chinoiserie auf, hingegen zeigen die Koppchen und Unterschalen europäische Jagdmotive und Fantasiearchitekturen. Die Überdekoration in Gold weicht zum Teil erheblich von der blauen Unterzeichnung ab. Dekore wie dieser werden dem um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Sachsen oder Thüringen ansässigen Hausmaler F. J. Ferner zugeschrieben (vgl. Pietsch, Frühes Meissener Porzellan, 1993, Kat. 97-101).

1688- 2

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10.000 €
1648-   55

Los 52

Kaffee-Tee-Service, Meissen, um 1760 19-teilig. Glattrandige Formen, Außenwandungen strohfarben glasiert (Paille) auf Reliefdekor Gebrochener Stab. Unterglasurblaues Dekor: vier "indianische" Blumen in radialer Anordnung, im Spiegel Blüte im Doppelring. Randbordüre Gitterornament, in Reserven stilisierte Blüte. Kanne und 2 Kännchen mit Helmdeckel und Henkel in S-Form, kleines Teekännchen J-Henkel. Teedose ohne Deckel, ebenso ein Kännchen. Teedose Haarrisse im Boden, ein Kännchen min. Haarriss im ob. Rand. Alle weiteren Teile unbeschädigt. Schwertermarken, teils mit blauen Beizeichen. 6 Tassen, 7 Untertassen, Kumme, Teedose, Kaffeekanne, 2 Kännchen sowie kl. bauchige Kanne. Expertise von Dr. I. Menzhausen, Porzellansammlung der Staatl. Kunstsammlungen Dresden, 1984, liegt vor.

1648- 55

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1.800 €
1691-    1

Los 53

Modellteller, Meissen, um 1740 Glattrandige Form. Porzellan, in Eisenrot, Purpur, Kupfergrün, Kobaltblau, Gold und Schwarz bemalt. Im Spiegel Vierpasskartusche in reicher Laub-und Bandelwerksrahmung, mit Höroldt-Chinoiserie: zwei stehende, gestikulierende Chinesenfiguren, die sich die Hand reichen, rechts eine sitzende Figur mit Wedel (?). Auf der Fahne Bandelwerksbordüre in Gold, Goldrand. Schwertermarke mit Punkt, Pressnummer "59", Bezeichnung "Modell" in Eisenrot. D. 22 cm Als Malereimodell diente dieses Stück den Porzellanmalern der Meissener Manufaktur als Vorlage. Es war somit nicht für den Verkauf, sondern zum Verbleib in den Malerstuben gedacht. Nur selten kamen solche Modelle später in den Handel. Öfter fielen sie der Aussonderung bzw. Vernichtung anheim, sobald sich der Zeitgeschmack und damit die bevorzugten Malereidekore änderten. Da der vorliegende Teller niemals einem praktischen Gebrauch diente, blieb er tadellos erhalten. Gutachten Prof. Dr. Pietsch 2014 liegt im Original vor. Materialtechnisches Gutachten aus demselben Jahr bezüglich verwendeter Masse und Farben stützt die Datierung.

1691- 1

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7.500 €
1677-   25

Los 54

Tiefer Teller, Meissen, Mitte 18. Jh. Reliefzierrat Altozier, bunte Vogelmalerei und Insekten, schwarzbraune Randlinie. Schwertermarke. D. 22,5 cm

1677- 25

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380 €
1675-   14

Los 55

Teller, Meissen, um 1770 Reliefzierrat Altozier, bunte Blumenmalerei (Bukett seitlich und gestreute Zweige), braune Randlinie. Schwertermarke mit Punkt. D. 24 cm

1675- 14

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280 €
1658-    1

Los 56

Deckelvase/ Flasche mit plastischem Blumendekor, Meissen, Mitte 18. Jh. Flaschenvase. Oberfläche belegt mit aufbossierten, bunt staffierten Blütenzweigen. Dazwischen gemalte Insekten. Ränder vergoldet. Blütenauflagen partiell min. best. Randchip am Deckel nachvergoldet. Schwertermarke. H. 26,5 cm

1658- 1

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1.500 €
1648-   50

Los 57

Platte, Ludwigsburg, 2. H. 18. Jh. Porzellan, ovale Form mit Ozier-Reliefzierrat. Bunte Blumenmalerei, rotbraune Randlinie. Unterglasurmarke und Blindprägemarke. D. 31 cm

1648- 50

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80 €
1679-    9

Los 58

Zwei Becher mit Kakiemondekor, Chantilly, 2. Viertel 18. Jh. Porzellan, Kakiemondekor in Türkisgrün, Eisenrot, Gelb, Blau und Schwarz. Unterhalb des Lippenrandes Rankenbordüre. Marke Jagdhorn in Eisenrot. Versilberte Fuß-und Randmontierung. H. 14 cm

1679- 9

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380 €